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Ideensammlung für bessere Qualität im Gesundheitswesen

Ideen aus der Praxis für eine bessere Versorgung

Einladung zur gemeinsamen Ideensammlung

Diese Einladung richtet sich an alle, die täglich in der direkten Patientenversorgung arbeiten: Ärztinnen und Ärzte, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Therapeutinnen und Therapeuten, Pflegefachpersonen in der Kranken- und Altenpflege sowie weitere an der Versorgung beteiligte Berufsgruppen.

Sie erleben jeden Tag, was gut funktioniert, wo unnötiger Aufwand entsteht und was sich verbessern ließe. Dieses Wissen möchten wir zusammentragen und daraus konkrete Vorschläge für die Politik entwickeln. Unser Ziel ist eine bessere Versorgung bei gleichzeitig geringeren Kosten. Damit möchten wir die Empfehlungen von Expertenkommissionen und die Erkenntnisse der Gesundheitswissenschaft um Erfahrungen aus unserer täglichen Praxis ergänzen.

Wo werden Zeit, Geld oder Material eingesetzt, ohne dass Patientinnen und Patienten oder pflegebedürftige Menschen davon profitieren? Welche Veränderungen könnten Ressourcen sparen und zugleich die Qualität der Versorgung verbessern?

Wir laden Sie ein, Ihre Beobachtungen und Ideen einzubringen.

Die Ausgangssituation

Nach unserer Wahrnehmung ist in den vergangenen Jahren der Anteil der Akteure gewachsen, die wirtschaftlich vom Gesundheitswesen profitieren, ohne unmittelbar an der Patientenversorgung beteiligt zu sein. Zugleich sind die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten sowie der Beschäftigten, die die tägliche Versorgung tragen, zunehmend in den Hintergrund gerückt.

Wir wollen diese Menschen wieder in den Mittelpunkt stellen. Deshalb möchten wir gemeinsam aufzeigen, wo Mittel gebunden werden oder Gewinne entstehen, denen kein angemessener Nutzen für die Versorgung gegenübersteht. Gesucht sind Ideen, die solche Ausgaben verringern und zugleich die medizinische und pflegerische Qualität verbessern. Die Erfahrung der unmittelbar Versorgenden soll dabei maßgeblich sein.

So können Sie beitragen

Reichen Sie jede Idee einzeln über das Formular ein. Beschreiben Sie den aktuellen Umstand, Ihren Verbesserungsvorschlag und möglichst ein konkretes Beispiel. Stichpunkte reichen aus. Auch kleine Veränderungen und noch nicht vollständig ausgearbeitete Ideen sind willkommen.

Benennen Sie möglichst sowohl das Einsparpotenzial als auch den erwarteten Qualitätsgewinn. Kennzeichnen Sie Schätzungen und offene Fragen. Bitte nennen Sie keine identifizierbaren Patientinnen, Patienten oder pflegebedürftigen Personen.

Die Beiträge dienen zunächst der Sammlung und Diskussion. Eine Einreichung bedeutet keine Zustimmung zu späteren Fassungen des Manifests. Ob Ihr Name genannt wird, entscheiden Sie selbst.

Was mit Ihren Ideen geschieht

Bis Ende 2026 sammeln wir Ihre Ideen und Vorschläge. Daraus möchten wir ein gemeinsames Manifest erarbeiten, das wir zu Beginn des Jahres 2027 den gesundheitspolitischen Sprecherinnen und Sprechern der Bundestagsfraktionen sowie dem Bundesgesundheitsministerium übergeben.

Wir wollen, dass die Erfahrungen derjenigen, die die tägliche Versorgung leisten, in gesundheitspolitischen Entscheidungen mehr Gewicht erhalten. Wir setzen uns dafür ein, dass deren Empfehlungen und Vorschläge bei der Entwicklung und Umsetzung künftiger Reformen einbezogen werden.

Initiatoren: Dr. med. Johann Banzhaf und Dr. med. Jürn von Stünzner