Telemonitoring bei Herzinsuffizienz mit persönlicher Betreuung vergleichen
Dr. med. Johann Banzhaf · Ärztin/Arzt hausärztlich · Praxis Dr. med. Johann Banzhaf , veröffentlicht am
Aktueller Umstand
Bei Herzinsuffizienz werden Waagen, Blutdruck- und EKG-Geräte sowie telemedizinische Zentren finanziert, die Messwerte von zu Hause übertragen. Bewertung und Behandlung bleiben ärztliche Aufgaben. Die Technik ergänzt die Betreuung um Geräte, Datenmanagement und Abstimmungsbedarf.
Verbesserungsvorschlag
Ein direkter Vergleich sollte prüfen, ob dieselben Mittel bei bestimmten Patientengruppen durch mehr ärztliche Zeit für persönliche Betreuung einen größeren Nutzen erzielen. Persönliche Kontakte ermöglichen neben der Kontrolle von Messwerten auch Untersuchung und Gespräche über Beschwerden, Medikamente und Alltag. Für ausgewählte Patientengruppen ist der Nutzen des Telemonitorings belegt; die Überlegenheit einer persönlich verstärkten Betreuung ist eine zu prüfende These.
Beispiel aus der Praxis
Ein Patient überträgt täglich sein Gewicht an ein telemedizinisches Zentrum. Bei einer auffälligen Zunahme muss ärztlich geklärt werden, ob sich Flüssigkeit ansammelt und die Behandlung angepasst werden muss. Bei ausreichender Kapazität könnte die Hausarztpraxis ihn regelmäßig persönlich sehen und die zu Hause gemessenen Werte einbeziehen.